Kaiser Karl der Große hatte sein Reich unter seine 3 Söhne aufgeteilt.
Nachdem seine Linie ausgestorben war, wurde im östlichen Teil, der mit Friesland, Sachsen, Thüringen, Franken, Schwaben und mBayerndie wesentlichen Teile desspäteren Deutschen Reichs umfasste, im Jahr 911 der Frankenherzog Konrad zum König gewählt. Es gelang ihm nicht, sein Reich zu konsolidieren und gegen äßere Feinde zu schützen. Einige Historiker sagen, seine größte Tat beging er auf seinem Sterbebett: Er beauftragte seinen Bruder Eberhard, die Königsinsignien seinem ärgsten Widersacher, dem Sachsenherzog Heinrich zu überbringen.
Der Legende nach trafen die Boten Konrads seinen Nachfolger nichts ahnend am Fuße seines Schlossbergs in Quedlinburg auf der Vogeljagd an. Seitdem und bis heute wird die Stelle "Finkenherd" genannt.
Tatsächlich wurde Heinrich 919 in Fritzlar von gerade 2 Stämmen, den Franken und den Sachsen, zum König gewählt.
In den folgenden Jahren überzeugte Heinrich die übrigen Stämme, dass er der richtige Mann in diesem Amt war, teils mit Wohltaten, teils mit Waffen. Danach machte er sein Reich, das noch immer locker gefügt war, verteidigungsfähig, indem er ein stehendes Heer aufbaute, Burgen bauen ließ und befahl, dass jeder neunte Mann der umliegenden Dörfer sich auf die Burg zu begeben habe, um diese zu verteidigen. So schuf er beiläufig den Stand der "Bürger".
Nachdem dieses Werk getan war, lud er im Jahr 929 alle Fürsten seines Reichs zum Hoftag nach Quedlinburg ein. Er ließ sich noch einmal huldigen (Treue schwören) und seinen Sohn Otto zu seinem Nachfolger bestimmen. Damit stellte er sicher, dass sein Reich über seinen Tod hinaus Bestand haben würde.
Deutschland war geboren, die Wiege war Quedlinburg. |